Ein Leben für Nepal – Stella Deetjen besuchte unsere Schule Stella 18 2

Musafir hieß der Bettler in Indien, der für eine Wende im Leben der Deutschen Stella Deetjen sorgte. Er, der Unberührbare, berührte sie als Touristin mit seiner Zuwendung in dem Moment, in dem sie allein, krank und völlig erschöpft auf den Stufen am Ganges saß.

In der Folge kümmerte sich Stella um medizinische Versorgung der Lepra kranken Unberührbaren und deren Kinder in einer Straßenklinik in Benares und setzte sich medienwirksam für die Freilassung der inhaftierten, kranken Unberührbaren ein, um die sich niemand sonst kümmerte.

Begegnungen wurden auch in Zukunft zu Initialzündungen für die Projekte, später dann auch in Nepal, die Stella mit ihren Mitstreitern organisierte. Projekte, die viele Hindernisse überwinden mussten, sei es logistischer, materieller, räumlicher oder kultureller Art. Projekte, die inzwischen 49000 Menschen vor Ort mitnehmen und ihnen die Möglichkeit zur Selbsthilfe geben.

Stella 18 1Dieses berichtete Stella Deetjen bei ihrem Vortrag am 05.11.18 in unserer Schule und erzählte unterstützt durch eine Präsentation mit vielen ausdrucksvollen Bildern frei von ihrem Engagement zusammen mit vielen Mitarbeitern unter dem Dach der Organisation „Back to life“. In den abgelegenen nepalesischen Bergen sorgte sie für medizinische Versorgung und Vorsorge, für Existenzförderung, Bildung und Ressourcenschutz z.B. durch den Bau von Geburtshäusern, Sanitäranlagen und Schulen, immer unter Einbezug der Beteiligten.

Die Begegnung mit der Familie von Kushu, eines an erheblichen Brandverletzungen leidenden Mädchens, veranlasste Stella, die langfristige medizinische Versorgung und Bildung des Kindes in Kathmandu zu organisieren. Dadurch wurde Kushu zu einem besonderen Schützling der engagierten Frau.

Etwa 400 Schülerinnen und Schüler lauschten ihr gespannt. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Die Möglichkeit Fragen zu stellen, nahmen sie anschließend gerne in Anspruch und Frau Deetjen antwortete interessiert und geduldig auf alles.Stella 18 4

Für einen würdigen und informativen Rahmen sorgten die Schülerinnen und Schüler der Nepal-AG um Frau Hofstetter. Als Einführung zum Thema zeigten sie in ihrer Präsentation, wie weit die von der Schule unterstützte Hilfe in Nepal bereits reicht (32 Schulpatenschaften, Beiträge zur Ausstattung in einem Behindertenheim und in einem Kindergarten). Zum Abschluss der Veranstaltung dankten sie Stella Deetjen herzlich und überreichten selbst hergestellte Geschenke. Die Schulleitung schloss sich dem Dank mit einem Beitrag zu ‚Back to life‘ an.

Als Zugabe zu dieser eindrucksvollen Veranstaltung kann die Nepal-AG, von der 9 Schülerinnen und Schüler mit Frau Hofstetter im nächsten Jahr die nepalesischen Projektpartner besuchen, nun eine Begegnung mit Kushu, vermittelt durch Stella Deetjen, in ihr Besuchsprogramm einplanen.