Freestyle Physik

Die Freestyle Physik AG wurde 2015 von mir gegründet, nachdem ich im Internet auf einen Wettbewerb der Universität Duisburg gestoßen bin. Der Hintergrund dieser AG besteht darin, dass gerade in den naturwissenschaftlichen, ingenieurwissenschaftlichen, technischen und mathematischen Fächern (kurz auch als MINT-Fächer) deutschlandweit ein immer größerer Fachkräftemangel zu beobachten ist. Einhergehend bestätigen mehrere Studien, dass genau in diesen Fächern deutsche Schüler und Schülerinnen oft eher unmotiviert sind. Daher zielt diese AG primär darauf, den Spaß und damit einhergehend die intrinsische Motivation auf Seiten der Schüler und Schülerinnen zu steigern, indem sie in Kleingruppen Projekte nach dem amerikanischen Vorbildern der STEM (California STEM Learning Network) machen.
Die Schüler und Schülerinnen sollen nach dem im späteren Berufsfeld oft notwendigen Prinzip des Trial and Error (Versuch und Irrtum) verschiedene Parameter ihres Projektes abändern und auf ihre Schlüssigkeit untersuchen. Dies ist ein guter Prozess, um Frusttoleranz, nach einigen Studien gerade im Mathematikunterricht eine enorm wichtige Grundlage, zu schulen. Hier gilt die Devise frei nach Konfuzius: „Der Weg ist das Ziel!“ Damit ist gemeint, dass die Schüler am meisten auf dem Weg hin zu ihrem Ergebnis lernen, weshalb die Lehrperson als klassischer Lehrer in den Hintergrund tritt und mehr als Lernberater fungieren soll. Der Lehrer soll dabei nicht auf die perfekte Lösung hin arbeiten, sondern die Kinder ihre eigenen Ideen umsetzen lassen, um eben genau diesen Wegfindungsprozess durch die Schüler individuell umsetzen zu lassen.
Innerhalb der AG wird daher zunächst an kleinen Projekten, die innerhalb einer Doppelstunde gebaut und ausgewertet werden können, gearbeitet. Dies soll zum einen die sozialen Fähigkeiten zur Zusammenarbeit in der Gruppe schulen und helfen, bestimmte Gruppenkonstellationen herauszukristallisieren, die sich als besonders fruchtbar erweisen. Des Weiteren sollen bestimmte Grundfähigkeiten beim Bau von eigenen Projekten einstudiert werden, etwa die Frage „Wie plane ich ein Projekt?“ und „Wie setzte es um?“.

Im 2. Schulhalbjahr 2014/2015 wurden dazu folgende Projekte gestartet:

Windauto
Fallschirmspringer mit längster Flugzeit
Fallschirmspringer mit genauestem Landepunkt
Fallschirmspringer mit weitester geflogener Strecke

Teilnahme an dem Freestyle Physikwettbewerb der Universität Duisburg mit Projekten zu:


Ahornsamen
U-Boot
Wasserrakete

Dazu wurden drei Fahrten durchgeführt:

  • an die Universität Duisburg mit Besuch spezieller Vorlesungen für Schüler und Schülerinnen
  • Besuch eines echten Physiklabors
  • Besuch einer Sternenwachte.

Für die Kinder gab es T-Shirts vom Wettbewerb, vergünstigtes Essen in der Uni-Mensa und viele tolle Erfahrungen an der Universität zum Mitnehmen.

 B. Poth

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